Folgende Leitsätze bestimmen unser Handeln auf dem Bildungsacker:
- „Das Wohl und der Schutz der Kinder stehen im Mittelpunkt unseres Handelns.“
Wir schaffen einen sicheren Ort, an dem Kinder sich frei, geborgen und ernst genommen fühlen. - „Wir begegnen Kindern und Erwachsenen mit Respekt, Achtsamkeit und auf Augenhöhe.“
Alle Menschen werden in ihrer Persönlichkeit, ihren Bedürfnissen und Grenzen wahrgenommen. - „Unser Bildungsacker ist ein geschützter Erfahrungsraum.“
Kinder dürfen sich ausprobieren, lernen und wachsen – begleitet, gestärkt und ohne Angst vor Beschämung oder Abwertung. - „Wir dulden keine Form von Gewalt oder Grenzverletzung.“
Körperliche, seelische oder sexualisierte Gewalt haben bei uns keinen Platz – wir schauen hin und handeln. - „Kinder werden aktiv beteiligt und in ihrer Selbstbestimmung gestärkt.“
Sie lernen, ihre Meinung zu äußern, „Nein“ zu sagen und Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. - „Kinderschutz ist Gemeinschaftsaufgabe.“
Alle Mitarbeitenden und Mitwirkenden tragen Verantwortung und handeln aufmerksam, reflektiert und verbindlich. - „Wir fördern eine Kultur des Vertrauens und der Offenheit.“
Kinder wissen, dass sie sich mitteilen können – und dass ihnen zugehört wird. - „Wir arbeiten transparent und im Austausch mit Eltern und Partnern.“
Gemeinsam tragen wir Verantwortung für das Wohl der Kinder und handeln im Sinne einer solidarischen Gemeinschaft.
Bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf dem Bildungsacker der solidarischen Landwirtschaft Baarfood e.V. steht der Wert der Nachhaltigkeit mit allen Aspekten an erster Stelle. Gemäß der Agenda 2030 der Vereinten Nationen beinhaltet Nachhaltigkeit drei Dimensionen: die ökologische, die ökonomische und die soziale Dimension. Nachhaltigkeit bedeutet für den Verein so zu handeln, dass sich sowohl die Menschen als auch die nicht-menschliche Umwelt dauerhaft wohl fühlen können und in einer gesunden und lebendigen Beziehung zueinander stehen. Der Gemüseanbau und Vertrieb der Solidarischen Landwirtschaft adressiert vor allem die ökologische und ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit—auf dem Bildungsacker steht die soziale Dimension mindestens genauso im Vordergrund. Da dort vor allem mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird, ist es eine zentrale Aufgabe, sie zum einen vor jeglicher Gewalt—sei sie physischer, psychischer oder emotionaler Art—zu schützen. Dazu gehören natürlich auch Aspekte sexualisierter Gewalt und rassistischer oder anderweitig diskriminierender Gewalt. Wir schätzen Diversität, sowohl unter Menschen als auch bei Pflanzen und Tierarten, und wollen ein Bewusstsein für Unterschiede (Geschlechter, Kulturen, Herkünfte, soziale Milieus, etc.) und ihren Mehrwert im Zusammensein schaffen.
Zum anderen wird ein Nährboden kultiviert, der förderlich für eine positive Entwicklung der jungen Menschen ist. Dazu gehört eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung aller, unabhängig von ihren körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Kenntnissen. Kinder und Jugendliche sollen in ihrer Individualität gesehen und angenommen werden. Sie werden ermutigt, so da zu sein und mitzuarbeiten, wie sie es in diesem Moment gerade können. Auch für besondere Bedürfnisse (und körperliche/psychische/emotionale Einschränkungen) soll es auf dem Bildungsacker Räume und Kapazitäten geben. Weiterhin orientieren sich die Ackerpädagog*innen an den Grundsätzen der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg, die allen Menschen erlaubt, in einem sicheren Raum ihre Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu kommunizieren.
Kindern und Jugendlichen soll auch vermittelt werden, dass wir Menschen in Abhängigkeit zueinander stehen, ebenso wie zur nicht-menschlichen Welt um uns herum. Sie sollen dahingehend geschult werden, menschliche und nicht-menschliche Andere mit Achtung zu behandeln und sie zu schützen. Dieser Zusammenhang bildet die Grundlage unserer Arbeit und betrifft den Umgang mit allem Leben auf und um unserem Acker.
Unser ausführliches Schutzkonzept liegt am Acker aus und kann jederzeit unter bildung@baarfood.de angefordert werden.